— Geist und Körper
Schwerpunkte
Körperorientiertes Arbeiten in Verbindung mit psychologischer und psychotherapeutischer Arbeit steht im Fokus
Somatic Experiencing (SE)
Was ist SE?
Somatic Experiencing (kurz SE) ist eine körperzentrierte Form der Trauma-Lösung. Die während eines solchen Erlebnisses aktivierten Reaktionen werden vom Stammhirn gesteuert und können vom Menschen selbst nicht beeinflusst werden. Daher setzt SE bei biologischen Mechanismen an. Ein Trauma, so die Idee, kann über den Körper geheilt werden. Grundsätzlich gilt die ursprüngliche Reaktion auf Gefahr – nämlich Kampf, Flucht und Erstarren – im Somatic Experiencing als natürlich und sinnvoll. Symptome entwickeln sich erst, wenn Betroffene in der dritten Phase verharren. Die aufgebaute Spannung bleibt somit im Nervensystem gebunden. Auslöser von außen können auf diesem Weg das Trauma erneut aufrufen.
SE macht möglich traumatische Erfahrungen auf der körperlichen Ebene zu verarbeiten ohne unbedingt Details zu erinnern. Durch die Entladung von traumatischem Stress lassen sich Symptome wie Angst, Depression, Schlafstörungen oder chronische Schmerzen reduzieren. Die zurück gewonnene innere Sicherheit stärkt das Wohlbefinden und macht widerstandsfähiger gegen kommende stressauslösende Faktoren.
Das Modell ergänzt bekannte Therapieverfahren durch Interventionen, die sich an den Reaktionen des Körpers und somit des autonomen Nervensystem orientieren.
SE bewirkt keine Veränderung am Körper selbst, unterstützt aber Menschen in ihrer Körperwahrnehmung auf ihrem Weg aus dem Trauma zu mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Lebendigkeit. Danach verringern sich die Symptome oder verschwinden vollständig.
Peter Levine, Ph.D. beschäftigt sich seit den 1970er Jahren aufgrund seiner klinischen Arbeit mit Schock und Trauma. Er promovierte in Psychologie und Biophysik, und beriet unter anderem für die NASA im Rahmen des Space Shuttle-Programms. Er unterrichtet an Kliniken und Schmerz-Centern in Europa und den USA.
Pro Einheit (50 Minuten) 120 EUR
EMDR
Was ist EMDR?
Ein Ende der 1980er entdecktes und heute erwiesenermaßen effektives Verfahren um Traumafolgestörungen zu behandeln. EMDR steht kurz für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“. Seit 1997 ist EMDR weltweit als effizientes Behandlungsverfahren bei Psychotraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) anerkannt. Die Ausbildung und Anwendung der Methode unterliegt hohen fachlichen sowie wissenschaftlichen Auflagen
EMDR kann gut im Rahmen der Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) und generell Traumafolgestörungen eingesetzt werden. Liegt eine stark belastende Situation zugrunde, eignet sich die EMDR-Methode auch für Klient:innen mit Depressionen/Trauer, Schlaf- oder Angststörungen.
EMDR arbeitet mit abwechselnder Stimulation der linken und rechten Gehirnhälfte die etwa durch Augenbewegungen ausgelöst werden, indem der Klient dem Fingern des Therapeuten folgt. Das Ziel ist die Verarbeitung von traumatischen Erinnerungen einzuleiten, diese abzuschwächen und letztlich aufzulösen.
Dr. Francine Shapiro war klinische Psychologin und leitete das von ihr gegründete EMDR-Institut in Kalifornien. Vernetzte Institute bilden heute weltweit Psychotherapeut:innen in der Behandlung traumatisierter Menschen mit der EMDR-Methode aus. Neben ihrer Forschungstätigkeit war Dr. Shapiro unter anderem Autorin und in zahlreichen Fachorganisationen engagiert.
Pro Einheit (50 Minuten) 120 EUR
